Altgewerkschaften zeigen wahres Gesicht: In einer beispiellosen Attacke auf alle Werktätigen wirbt die IG Metall im Ruhrgebiet jetzt aktiv für Leiharbeit. Unternehmen aus der Elektro- und Metallbranche soll es möglich gemacht werden, Mitarbeiter je nach Bedarf zu tauschen. Das berichtet der WDR. 

Die “Innovation”

“Was spricht dagegen, die Mitarbeiter der Konzerne für bestimmte Projekte und einen begrenzten Zeitraum untereinander auszuleihen?” – So zitiert die WAZ den IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler in ihrer Ausgabe vom 08.September. “Testweise” sollen 400 Unternehmen der Region für den gegenseitigen Mitarbeitertausch gewonnen werden. Erste Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband wird es schon bald geben. Eine Zustimmung scheint gewiss: Für die Konzerne verspricht ein solches Vorgehen maximale Flexibilität und hohe Profite.

Menschen als gesichtslose Ware

Einmal mehr zeigen die Altgewerkschaften, dass sie die Denkweise der Großkonzerne übernommen haben, wo Menschen nichts anderes als “Humankapital” sind. Immer und überall verfügbar, gesichtslos und jederzeit austauschbar. Die arbeitende Bevölkerung nurmehr als Garant für saftige Renditen der Anteilseigner.

Zahl der Leiharbeiter erreicht Allzeithoch

Die direkte Folge verräterischer Gewerkschaftspolitik: In Deutschland gibt es mehr Leiharbeiter als je zuvor! Deutlich mehr als eine Million Kollegen müssen mit ständiger Unsicherheit leben und erhalten dafür Hungerlöhne. Der durchschnittliche Leiharbeiter verdient brutto nur rund die Hälfte eines fest Angestellten!

Unsere Haltung

Die Vorgänge im Ruhrgebiet machen eines ganz deutlich: Millionen prekär Beschäftigte gibt es nicht trotz, sondern gerade wegen der IG Metall! Öffentliche Statements gegen diese Praxis sind nichts anderes als Lippenbekenntnisse. Darauf weisen wir vom Zentrum seit Jahren hin. Echte Veränderung wird es nur mit der alternativen Gewerkschaft geben. Wir fordern ein konsequentes Verbot aller Formen der Leiharbeit!

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